The Story
Vielleicht fragt ihr euch, weshalb die Wächter und auch sonst alles in Grautönen gehalten ist. Dies basiert auf der Geschichte hinter „The White Tower“. Um das ganze möglichst schnell und einfach zu erklären, gibt’s hier eine „kurze“ Zusammenfassung, welche ein bisschen länger ist. Da die Geschichte zwei Hauptstränge hat, geht’s leider nicht schneller.
Vier Freunde werkeln seit Beginn ihres Studiums an einem eigenen MMORPG. Das MMORPG, genannt TWT (The White Tower), verbindet die Geschichte der Menschheit mit dem Fantasygenre. Dabei wird komplett auf Magie verzichtet. Ein wichtiger und entscheidender Punkt ist, dass es an sich keinen Tod von Personen gibt. Wird eine Person besiegt, hinterlässt sie sich selbst als Karte und erscheint auf einem Spawnpunkt wieder.
Da das Spiel zum Teil echte historische Szenen wiederspiegelt, verwendet das Game zu Beginn lediglich ältere bekannte Waffen wie Schwertern, Bögen, usw. Erst mit der Zeit sind an wenigen Orten der Map neue Waffen verfügbar, welche teilweise auch nur einmal existieren. Dies kann in den falschen Händen fatale Folgen haben. Nach extrem intensiver Arbeit haben die Studenten es geschafft, dass sie eine künstliche Intelligenz entwickelt haben, die komplett selbständig reagiert.
Das erstaunliche an der ganzen Sache ist, dass die NPC’s Emotionen und Entscheidungen selbst fällen, ohne dass sie ihnen einprogrammiert wurden. Wie sie das hinbekommen hatten, wissen sie selbst nicht mehr, da sie an jenem entscheidenden Abend leicht angetrunken waren. Sie wagen sich mit dem Projekt an einen grossen Gamegiganten. Die Idee kam dermassen gut an, dass die vier Freunde gleich unter Vertrag genommen wurden.
Doch bereits einen Tag nach Unterzeichnung des Vertrages, kommt die böse Überraschung. Das Spiel verweigert jeden Zugriff. Am Code lässt sich nichts mehr ändern.
Da der Chef auch gleich antanzt und das letzte Backup logischerweise bereits mehrere Monate her ist, muss man beichten. Doch anders als gedacht, empfindet der Chef es als Bereichung, denn der Spectatormodus funktioniert nach wie vor. „Ihr wollt mir sagen, wir haben eine komplett funktionierende Welt, die sich von selbst aufbaut oder zerstört. Niemand weiss, wo es lang geht? Alles vom Punkt Null aus gestartet. Wir können nichts weiter tun, als zuzuschauen?“ „Ja, genau. Leider. Aber das Backup…“
„Lasst das Backup liegen wo es auch immer ist. Die ganze Sache ist einfach wundervoll. Was wir hier haben ist eine Realityshow, die uns nichts kostet. Sie spiegelt uns Menschen wieder in einer Fantasywelt mit Dinosauriern und anderem Getier.
Kämpfe werden ausgetragen, Erfindungen werden gemacht, unbewohntes Gebiet besiedelt, dies und jenes werden wir sehen. Was wollen wir mehr?“
Daraus wird eine TV-Show eingerichtet, das ganze in höchster Qualität. Figuren und unmengen an Spielwaren werden entwickelt. Das ganze wird gemolken, wo man nur kann. Bis zu diesem Zeitpunkt wird das Game in voller Farbe gezeigt. Die Energie des Games wird von zwei Sanduhren im Zentrum der gesamten Map aufrechterhalten.
Die Sanduhren sind gefüllt mit dem „Sand des Lebens“.
Die Sanduhren zeigen verschiedene Effekte, je nachdem, mit welchem Sand sie gefüllt sind.
Auf der Map gibts es sehr viel Sand. Biespielsweise könnte man die Sanduhren mit dem „Sand ohne Wiederkehr“ füllen, oder mit dem „Sand der Nacht“, „Sand der Stille“ oder noch mit vielem anderen.
Als eine Sanduhr eines Tages von einem gieren König versucht wird, sie in seinen Besitz zu bringen, zerspringt sie und mit ihr jener König.
Die automatische Reaktion der übriggebliebenen Sanduhr ist, dass sie die gesamte Energie der Welt Stück für Stück aufsaugt. Zuallererst wird die Farbe in ihr gebündelt, danach Objekte, bis zum Schluss die ganze Welt.
Um das zu verhindern, muss eine zweite Sanduhr gefunden werden und mit dem „Sand des Lebens“ gefüllt werden. Ein Dieb vom Schicksal bestimmt, stiehlt jene letzte Sanduhr und begreift noch nicht, was für Gefahren und Abenteuer auf ihn warten.
In der realen Welt als unterhaltsame Geschichte gefeiert, begreift niemand, dass beide Welten verbunden sind und miteinander kollidieren. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.